Startseite HISTORY NEWS DSC Mitte DSC Cup DTSW LEMANS CHALLENGE MARTINSVILLE NASCAR RACES WIE MACHE ICH... IMCA SLOTRACING OLDIES BUT GOODIES GALLERY IMPRESSUM SHOP

WIE MACHE ICH...:



Themen:
WWS Formelrenner - die Clubserie
JSR Chassis für DSC Klasse 1
Ferrari 500 Testa Rossa - Baubericht
Weißwandreifen, blue and gold Streaks
WWS Renault auf neuem Chassis
Cheetah Competition Coupe - Baubericht
Bau eines Formel nach FNS Reglement
Neue Fahrerfiguren von JENS SCALE RACING
Stockcars - Martinsville 500 - Der Baubericht
Aufbau einer DSC Kl.1 Corvette
Sprayglue oder wie...
Fahrerfiguren
Cockpits


Sprayglue oder wie...

...sorge ich für den richtigen Grip auf der Bahn?

Durch die Erfahrung in den letzen Monaten und die vielen Nachfragen nach dem richtigen Reifenschliff bei neuen PU-Reifen möchte ich hier meine persönlichen Erfahrungen an viele Slotracer weitergeben. Hier ist ein Artikel, den ich vor einiger Zeit im "Scaleracingforum" veröffentlicht habe:

Es ist kein einfaches Thema - aber es ist an der Zeit, klare Aussagen zu machen und einen sehr hilfreichen Tipp abzugeben, für die Bahnbesitzer, für die Fahrer und für alle diejenigen, die sich nicht den "Wolf schleifen oder polieren" möchten. Für alle, die auch mit nicht so perfekt vorbereiteten Reifen ordentlich und sicher um die Bahn fahren möchten!

1.Haftmittel

Es gibt von den unterschiedlichsten Herstellern die geheimsten Rezepturen, aber eingrenzen kann man die gängigen Mittel in etwa so:

a)sehr dünnflüssige Chemikalien, z.B. Tiger Milk (ehemals für Schleifer Kontakt gedacht gewesen), Zip Grip, alte Dynamic und ähnlich riechende "Wintergreen" (Bubble Gum Kaugummi) Mixturen, und eben Mittelchen aus der Bucht, von Freunden, Caramba etc. Da gibt es noch viel mehr, Hauptaufgabe ist, die Flüssigkeit in die Reifen ein zu massieren oder das ganze Rad in die Tupper Schüssel zu legen. Für unsere Zwecke untauglich!

b)richtiges Haftmittel dick, oder amerikanisch "heavy" oder "sticky" oder "brown", jeder der großen Hersteller Parma, Koford oder Camen hatte da seine eigenen Namen. Dieses Haftmittel war zum "schmieren" auf der Bahn gedacht, vor jeder Kurve, innen mehr als außen und eigentlich ausschließlich für die Gruppe 7 wingcars! Damit die auch mal (fast) stehen blieben. Für unsere Zwecke untauglich!

c)richtiges Haftmittel medium, siehe oben, für Gruppe 27 Autos, Eurosport und vielleicht noch Gruppe 12. Punkt. Für unsere Zwecke untauglich!

d)richtiges Haftmittel dünn: jetzt wird es interessant! Von u.a. Parma gibt es das rosa-rote Haftmittel, dünn, für den Einsatz bei Flexicar Rennen oder bei anderen schnelleren Klassen, wo die Autos mit Moosgummireifen schon ein bißchen Grip brauchen, weil die Bahn zu staubig ist, weil der Belag zu glatt ist oder: weil man einfach ein wenig sicherer fahren möchte. In der Regel wird das dünne Parma ebenfalls am Kurveneingang benutzt, weniger auf den Moosis direkt. DAS IST DAS RICHTIGE!

Ich habe keinen Beratervertrag mit Parma, aber wir haben vor 15 Jahren wie heute festgestellt, dass es einen ganz einfachen Weg gibt, wie man einen besseren Grip auf der Bahn und damit ein gutmütigeres Fahrverhalten erreichen kann:

Man nehme 1 Flasche des erwähnten Parma Haftmittels, organisiere 1 Liter Waschbenzin, eine Handvoll Muttern und Schrauben und einen Blumenbefeuchter! Ja, dieses Spritzdingens, mit dem feinen Zerstäuber, mit dem Mutti immer ihre Blumen und Palmenblätter einsprüht. Haftmittel und Waschbenzin zusammenschütten, gut mischen und schütteln (das will sich nicht so recht mischen lassen, dafür auch die Schrauben und Muttern), und dann hat man eine perfekte Mischung.

Was passiert jetzt?

Am Kurveneingang, ca. 1 Meter vor der Kurve, beginnt man mit dem gleichmäßigen Aufsprühen, bis durch die Kurve durch und zu deren Ausgang. Dann die nächste Kurve usw. Wie überall, man muss das eben ein wenig ausprobieren, üben, mal wirds zuwenig, mal wirds zuviel sein. Aber: diese Methode ist zuverlässig und sorgt für:

1.gleichbleibenden Grip und Bahnbelag
2.damit gleiche Bedingungen für die erste Startgruppe um 13:00 Uhr und die letzte Gruppe um 21:00 Uhr
3.ruhig und gleichmäßig gut fahrende Autos
4.für alle Fahrer bessere weil harmonischere Fahrbedingungen
5.für nicht so routinierte Fahrer (Neulinge, Jugendliche) einfach angenehmeres Fahren
6.keinerelei Verschmutzung auf oder in den Autos

Das Waschbenzin verdunstet sehr schnell, was bleibt ist ein hauchdünner Film von Haftmittel, der nicht sichtbar und nur ganz wenig spürbar ist. Die Bahnen gehen deswegen nicht kaputt, die Oberfläche wird nicht angegriffen und die Autos bleiben sauber.

Ich kann allen nur empfehlen, diese Methode anzuwenden, dann sind die neuen Reifenmischungen auf Augenhöhe mit den alten, die Moosi Fahrer werden nichts dagegen haben, die Bahnbesitzer entscheiden selbst, wann die Bahn mal wieder geputzt werden muß (das ist ein "Muß" mit oder ohne Haftmittel!) und jeder hat mehr Spaß.
Meine Ausführungen beziehen sich natürlich hauptsächlich auf Holzbahen, aber die Carrera-Vertreter können ja auch mal testen....

Schließlich sind die neuen Reifenmischungen der PU-Fraktion auf Plastikschiene wohl eher nicht so prickelnd wie das alte Material.

Ach ja, und ein paar nicht ganz so unbekannte Fahrer der Szene, Frank H., Patrick F. , Dieter J. und Dieter S. und viele andere haben es selbst erlebt, wie perfekt die Bahnbedingungen letztes Jahr in Bischem und Zeilsheim waren. Und auch dieses Jahr beim DSC-Mitte Start in Ffm.-Zeilsheim waren alle Teilnehmer von den hervorragenden Bahnbedingungen angetan.

Ich möchte mit diesen Ausführungen lediglich meine Erfahrungen weitergeben, und eine Empfehlung, wie man kurzfristig wieder mehr Chancengleichheit und idealere Bedingungen für alle Starter schaffen und wie man den neuen PU-Mischungen am besten begegnen kann.

Dieter Jens



Nach oben