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LEMANS CHALLENGE 2008

L M C   2 0 0 8   -   D E R   B E R I C H T 

Le Mans Challenge 20.-22.06 2008





Als Dieter Jens das 13. Mal zur Le Mans Challenge rief, kündigten 32 Scaleracer aus ganz Deutschland ihr Kommen an.

Letztendlich angekommen sind dann jedoch nur 18 Leuts. Die Gründe für den Schwund sind vielfältig, hatten jedoch keine Auswirkungen auf die Stimmung der Anwesenden. Zu groß war die Freude, neue und altbekannte Boliden jeweils 48 Minuten auf der schnellen Siegener Bahn pilotieren zu können.

Bereits am Freitag Abend waren die meisten Fahrer anwesend, um in freundschaftlicher Atmosphäre „Benzingespräche“ zu führen und ihre Autos für die anstehenden Aufgaben abzustimmen. Auch der „dienstälteste“ LMCler, JJ (Jürgen Jahnke), hatte sich nach Siegen aufgemacht.

Einen grossen Schreck verursachte Mister LMC himself, der mit – so wie es hieß – einer Kolick in der Nacht zu Samstag ins Krankenhaus musste. Kurzerhand bekam Sebastian Jens mit Dieter Sommer und Uwe Drewermann die notwendige Unterstützung, um die noch anstehenden Concoursebewertungen und die technischen Fahrzeugabnahmen, die ohne Beanstandungen liefen, durchzuführen.

Bevor um 13.00 h der Startschuss fiel, ergriff Günter Benecke das Wort und erinnerte daran, dass sein Schwager Stephan Wiesel, der noch letztes Jahr die LMC mitgefahren war, nicht mehr unter uns weilt. In einer Schweigeminute gedachten alle Anwesenden dem Verstorbenen, so wie es auch Dieter J. gewollt hätte.

Anschliessend ging die erste Startgruppe mit Michael Nell (Corvette), Harald Wittke (Ferrari 250 GTO), Jörg Stephan (Ferrari Testarossa), Stefan Stumpf (Ferrari 275 GTB), Emanuel Vandenryt (Ferrari 250 GTO) und Jürgen Janke (Jaguar D-Type) an den Start. Die Jungs waren richtig heiß und vielleicht ein bischen überaktiv. JJ wollte mehrmals nicht einsehen, dass auch sein Jag um die Kurve 2 herum musste. So lag er anfänglich häufiger neben dem Slot. Später war er dann der Meinung, dass wenn sein Jag schon nicht gerade durch die Kurve geht, dann halt eben höchstens auf 2 bis 3 Rädern ;-))). Da wollte auch Harald nicht zurückstecken. Das störrische Kurvenverhalten seines GTOs kommentierte er mit dem Spruch „… auf der Geraden fährt der aber gut …“. Nach soviel Stunts ersonn Jörg etwas Besonderes. Sein auf Eigenbau-Chassis verdammt schnell laufender Ferrari Testarossa war mit einem hängenden Sakatsu Leitkiel ausgestattet. Da bot es sich doch an, an Kurvenausgängen ein paar 180 Grad Turns hinzulegen. Uwe Schöler unterband dieses Geisterfahrertum dann mit der Terrortaste. Tja und wenn man bei solch einem Blödsinn nicht mitmacht gewinnt man den Turn: Bravo Michael. Dahinter JJ, Harald, Emanuel, Jörg und Stefan.

In der Sandwichgruppe starteten Ralf Braun (Lotus Elan), Michael Koch (Corvette N.A.R.T.), Günter Benecke (Ferrari 250 GTO), Sebastian Jens (Chevron B12), Jens Gerlach (Ferrari 365 GTB) und Hanko Völkel (Ferrari 250 GTO). In dieser Gruppe ging es deutlich gesitteter zur Sache. Sebastian und Hanko ließen es mächtig fliegen. Nur Günter konnte einigermaßen folgen ohne wirklich ins Geschehen eingreifen zu können. Pechvogel dieser Gruppe war Jens. Ihm brach an seinem Ferrari 365GTB das Motorkabel. Damit war er definitiv der Letzte in seiner Gruppe und der Traum von Mehr war ausgeträumt. Das Ergebnis lautete Sebastian vor Hanko, Günter, Ralf, Michael und Jens.

In der Crackgruppe waren Rüdiger Krieger (Aston Martin DB4 Zagato), Kai-Uwe Schott (Corvette N.A.R.T.), Uli Hütwohl (Ferrari 250 California Spyder), Uwe Drewermann (Corvette), Dieter Sommer (Porsche 914/6) und Onno Tiemens(Ferrari 375 Plus). Die Jungs gingen das Rennen schnell an. Nur Kai-Uwe fühlte sich in dieser Gruppe völlig deplaziert, weil er schon im Vorfeld seine N.A.R.T.-Corvette einfach nicht ans Laufen bekommen hatte. Nur Rüdiger mit seinem traumhaft schönen Aston Martin wäre vielleicht ein potenzieller Zweikampfkonkurrent gewesen. Doch nach wenigen Runden hatte es sich mit „Zweikampf“, denn Rüdiger ließ sein Auto in einer Terrorphase ungebremst in die Bande krachen. Dank der seiner norddeutschen Sparsamkeit hatte Rüdiger beim Einkleben des Bodys dermaßen an Kleber gespart, dass sich der Deckel unbeschadet komplett vom Fahrwerk trennen konnte und sicher oben auf dem Bandenrand zu liegen kam. Er fuhr das Rennen mit einem Ersatzauto (unvorbereitet out-of-the-koffer) zu Ende. In der Rennwertung wurden aber nur die Runden gewertet, die er mit seinem Aston Martin zurückgelegt hatte (… sonst wär er Dritter geworden). Technische Probleme gab es auch in dieser Gruppe zu bewältigen. Neben Kai-Uwe (lose Motorschraube) haderte auch Onno mit seinem Schicksal. An seinem 50ziger Jahre Ferrari 375 Plus (war eh für diese Gruppe der falsche Jahrgang) löste sich der Leitkiel. Das kostete Onno noch mehr Runden als Kai-Uwe. Ansonsten mühte sich Uwe redlich den Speed von DiSo mitzugehen. Doch Dieter spielte mit seinem Porsche 914/6 und den Mitfahrern nach Belieben. Das Ergebnis lautete Dieter vor Uwe, Uli, Kai-Uwe, Onno und Jens.

Nach dem Regrouping für das Klasse 2 Rennen ging dann die Maggi-Gruppe mit Emanuel Vandenryt (Porsche Carrera 6), Jörg Stephan (Alfa Romeo 33/3), Stefan Stumpf (Ford GT40), Kai-Uwe Schott (Ferrari 312P), Onno Tiemens (Ferrari 275P), Jens Gerlach (Ferrari 512M) und mit dem Chef (Ford GT40), Uwe Schöler (… der auch mal mitspielen wollte …) an den Start. Mein Gott, was waren Onno, Jens und Kai-Uwe motiviert (alle drei hatten in der Klasse 1 technische Defekts). Im ersten Turn lagen Uwe, Jens, Kai-Uwe und Onno noch recht gleich auf. Im zweiten Turn zog dann Onno davon. Im dritten Turn zog Uwe dann mal eben an Jens, Kai-Uwe und sogar Onno vorbei und war danach nicht mehr gesehen. Stefan, Emanuel und Jörg spielten ihr eigenes Rennen. Am Ende war Uwe mit mehr als 10 Runden Vorsprung auf den ebenfalls sehr schnellen Onno klarer Sieger dieser Gruppe. Onno folgten Jens, Kai-Uwe, Emanuel, Jörg und Stefan.

Die nächste Startgruppe bestand aus Uli Hütwohl (Lola T212), Günter Benecke (Porsche 917K), Ralf Braun (Ford GT40), Jürgen Jahnke (Ford GT40), Harald Wittke (Porsche 917K) und Michael Koch (Lola T280). Michael und Günter haderten mit ihren Autos. Jörg pilotierte den schönen Alfa gefühlvoll auf dem Siegener Parkett. Auch Uli, Günter und Ralf gaben ihr Bestes, doch den vier erstplazierten aus der ersten Startgruppe konnte keiner von ihnen mehr das Wasser reichen. Der Zieleinlauf lautete Uli vor Ralf, vor Harald, vor Jürgen, vor Michael und vor Günter.

Würde die Entscheidung – wie so oft - in der letzten Startgruppe fallen? Hier traten Dieter Sommer (Ford Mirage), Uwe Drewermann (Porsche 917K), Rüdiger Krieger (Ferrari 412P), Sebastian Jens (Chevron B19), Michael Nell (Porsche 917K) und Hanko Völkel (Ford GT40) an. Alle sechs Jungs gaben mächtigst Gas. Nur Dieter auf Spur 1 fiel anfänglich ein wenig ab. Während Dieter im zweiten Turn aufschließen konnte, hatte Sebastian Probleme und fiel zurück. Im dritten Turn gasten alle mit Dieter und Hanko an der Spitze weiter an. Im vierten Turn musste auch Michael ein wenig abreißen lassen. Im fünften Turn gab das Führungsquartett weiter Gas und Uwe übernahm die Führung, die auch im sechsten Turn nicht mehr abgab. Ein super Ergebnis. Hinter Uwe kam Hanko als zweiter dieser Gruppe vor Dieter, Rüdiger, Michael und Sebastian ins Ziel. Doch für den Sieger der Maggi-Gruppe, Uwe „Chef“ Schöler hatte es bei weitem nicht gereicht. Zwar konnten sich Uwe und Hanko noch vor Onno, dem Zweitplazierten der ersten Startgruppe, schieben. Auf Uwe Schöler fehlten aber immer noch knapp 8 Runden. Wau!!!!

Dies Ergebnis lässt umso mehr aufhorchen, als bekannt wurde, dass Uwe Schöler mit seinem GT40 auf den neu entwickelten DiSo-Reifen unterwegs war. Der Chef gab selbstverständlich bereitwillig Auskunft und so war zu erfahren, dass sein Mitfahren einen ersten Renntest für die neuen Reifen darstellen sollte. Zielvorgabe für den Reifentest war es, ein schnell abgestimmtes– aber kein auf Top-Speed abgestimmtes – Auto (Zielwert 6,85 Sek./Rd.) an den Start zu bringen und zu sehen, wie sich der Reifen über die Distanz entwickelt. Das Ergebnis war aus Sicht von Uwe, dass der Reifen seinen optimalen Gripp erst im Rennen aufbaut, diesen Gripp dann hält, kein Reifenverschleiß festzustellen ist und die Reifen nach über 410 Runden auf dem schnellen Siegener Geläuf auch keine Muster zeigten. Dieser neue Reifen lässt wohl mehr als nur Hoffen ;-)))

Damit waren die Samstagsrennen beendet und ein paar Unentwegte begannen damit ihre Autos für die Klasse 3 vorzubereiten. Gerne warf man auch einen Blick auf den Fernseher, wo unsere westlichen Nachbarn die Grenzen ihres fußballerischen Vermögens

Am Sonntag begann der Tag ab 9.00h mit Training. Concoursbewertung, technische Abnahme und Regrouping folgten. Dann ging die erste Gruppe mit Jürgen Jahnke (Dodge Viper), Günter Benecke (Porsche 956), Jörg Stephan (MG Lola), Michael Koch (Audi R8) und Stefan Stumpf (Lola T298). Vervollständigt wurde diese Startgruppe durch Frank Hermes, der einen Aston Martin DBR9 auf „… 28,5 mm großen …“ Reifen steuerte. Sein Ziel war es, mitzurollen und Erfahrungen mit Autos auf großen Rädern zu sammeln (Wer’s glaubt ;-))). Bereits im ersten Turn zog Frank allen davon. Am ehesten konnte Schönbauer – und jetzt auch mal Schnellfahrer – Jörg mit seinem wunderschönen MG Lola mithalten. Michael hatte mit seinem Audi R8 Pech und gab im fünften Turn auf. Das Ergebnis lautete dann Frank vor Jörg, Günter, Jürgen, Stefan und Michael.

In der nächsten Startgruppe traten Sebastian Jens (Porsche GT1), Ralf Braun (Porsche 936), Kai-Uwe Schott (Ferrari 365 GT4 BB), Jens Gerlach (Ferrari 333SP), Emanuel Vandenryt (Ferrari 550 Maranello) und Harald Wittke (BMW M1) an. Hier waren insbesondere die Duelle Jens gegen Kai-Uwe, Kai-Uwe gegen Ralf, Harald gegen Kai-Uwe und Emanuel gegen Sebastian sehr spannend. Nicht durchweg positiv fiel dabei Kai-Uwe auf, der mit seinem Ferrari 365 GT4 BB – Kampflinie fahrend – jeweils einen Abflug von Jens und Ralf in Kauf nahm. Gott sei Dank blieben die Fahrzeuge unversehrt. Am Ende setzte sich dann Jens mit seinem Ferrari 312 SP vor Harald mit seinem wunderschönen mehrfarbigen BMW M1 durch. Pech in dieser Gruppe hatte Ralf, bei dessen wahren Männerauto (Porsche 936) sich ein Kugellager an der Hinterachse festfraß und der somit erheblich an Performance einbüßte.





Nun kam die letzte Startgruppe. Uwe Drewermann (Renault Alpine A442), Dieter Sommer (BMW M1), Hanko Völkel (Morgan Plus 8), Rüdiger Krieger (Porsche 956), Uli Hütwohl (Aston Martin DBR9) und Michael Nell (McLaren F1) gaben ihr Bestes. Uwe fuhr mit seiner Renault Alpine A442 mit brachialer Gewalt vorneweg. Dieter ließ es anfänglich ruhiger angehen und schonte seine Reifen mehr, ohne dass er den Anschluss verlor. Im vierten Turn übernahm dann Dieter mit seinem goldfarbenen Warsteiner M1 die Führung und gab sie auch nicht mehr ab. Dem schnellen Duo Dieter und Uwe vermochte nur Michael mit seinem hübschen und schnellen McLaren F1 zu folgen. Hanko, dessen gelb-schwarzer Morgan bei einem Crash leider den Heckflügel verlor, ließ schon deutlicher nach. Rüdiger (schwarz-gelber Porsche 956) und Uli (gulffarbener Aston Martin DBR9) mussten deutlich abreißen lassen.

Hatte nun Dieter mit 400,59 Rd. auch die Klasse 3 gewonnen? Nein, denn wenn Frank-vom-anderen-Stern-Hermes mitfährt, kann es nur einen Sieger geben und der heißt nicht Dieter ;-). Frank war mit seinem wunderschönen Aston Martin DBR9 400,99 Rd. gefahren also nach knapp 50 Minuten 40 Teilstriche mehr (von wegen Mitrollen ;-))). Le Mans 2008 lässt Grüssen.

Nach dem Rennen stand nun als wesentliches Ereignis noch die Wahl „Best-of-Show“ an. Hier gewann Jörg Stephan mit seinem gelb-roten Ferrari Testarossa (unter der zu öffnenden Motorhaube verbirgt sich ein detailliert gebauter 12-Zylinder-Motor) knapp vor den ebenfalls sehr sehenswerten gulffarbenen Aston Martin DBR9 von Uli Hütwohl.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es die Siegerehrung mit

folgenden Top-3-Platzierungen

Klasse 1:

1. Platz Dieter Sommer

2. Platz Uwe Drevermann

3. Platz Sebastian Jens

Michael Nell

Klasse 2:

1. Platz Uwe Schöler

2. Platz Uwe Drevermann

3. Platz Hanko Völkel

Klasse 3:

1. Platz Frank Hermes

2. Platz Dieter Sommer

3. Platz Uwe Drevermann





und dem Gesamtsieger über alle 3 Klassen Uwe Drevermann (Sieg mit Ansage). Den Abschluss bildete eine kleine Tombola.

Ein weiteres wesentliches Highlight dieser 13. LMC darf natürlich nicht unerwähnt bleiben. Es ist das Siegener Catering unter der Regie von Elke Schöler. In dieser Kategorie ist m.E. Elke der wahre Dauer-Champ der Le Mans Challenge!

Bis nächstes Jahr und dann auch wieder mit dem Veranstalter himself – Alles Gute, Dieter Jens!





Kai-Uwe Schott



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