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DSC DM 2015 – Der Freitagabend-Bericht





Freitag, 30.Oktober 2015 um 9:45 Uhr in einem kleinen Weinort im Rheingau: nichts ahnend biegt die Familie J. aus W. in die örtliche Hauptstraße ein – Blockade. In HR 3 wird gemeldet, dass die Ortsdurchfahrt wegen vielen Holzkisten auf der Fahrbahn vorübergehend gesperrt ist. Auch Menschen sollen sich auf der Straße bewegen und den Verkehr lahm legen.

Tatsächlich kamen bereits ca. 15 Teilnehmer überpünktlich nach Martinsthal, um an der Deutschen Meisterschaft 2015 der DSC zu starten. Jetzt sollte eigentlich nur noch die Tür zu den begehrten Räumlichkeiten aufgeschlossen werden. „Jungs, sperrt mal die Tür auf!“ sagte Papa J. „Du hast doch den Schlüssel, Papa!“ entgegnete Alex.J. „Nein, ich glaube die Mama hat ihn.“ Mama J.: „Ich habe keinen Schlüssel:“. Das fing ja mal gut an. Gottseidank kam just zwei Minuten vor 10:00 Uhr Achim H. um die Ecke und stand vor der „Holzkisten-Blockade“ – mit Schlüssel.

Nachdem alle „Trainingshungrigen“ Einlass gefunden und die guten Bastelplätze belegt hatten ging man sofort zum Training über. Und sofort nutzte man das bereitliegende Anstellbrett, damit man chancengleich auf der schnellen Holzbahn trainieren konnte. Eines sei gleich vorweg gesagt: es gab keine einzige Sekunde bis 23:30 Uhr, ohne dass die Bahn nicht komplett belegt war. Nachdem die Jungs aus den Regionen Ost, Nord, Süd und Euregio ihre ersten Trainingseinheiten hinter sich gebracht haben, stärkte man sich mit reichlich vorhanden leckeren Sachen.

Nach und nach füllten sich die heiligen Hallen der IGSR Wiesbaden und um „High Noon“ schlug ein glücklicher Alex Fuchs auf, frisch aus Singapur eingeflogen: braungebrannt, glücklich dabei zu sein und total übermüdet: seit 42 Stunden nicht geschlafen. Am späten Nachmittag trafen als letzte Teilnehmer die Schweizer ein, acht anstatt vier Fahrtstunden waren der Grund. Es ist halt Ferienzeit in den südlichen Bundesländern…

16:00 Uhr. Motorenausgabe. Der Supergau: ca. 80 von 100 Motoren hatten eine krumme Ankerwelle. Da hat wohl jemand beim Kerben ein wenig zu fest zugedrückt. Krisensitzung mit den Regionsverantwortlichen, die alle sehr cool und professionell mit der Geschichte umgingen. Einheitliches Fazit: wir fahren alle mit den eigenen Motoren, wie bei einem normalen DSC Lauf auch. So wurde es auch gleich kommuniziert und die Aufreger hielten sich in Grenzen, man hatte allenthalben Verständnis mit der neuen Situation, ändern konnte man es sowie so nicht mehr. Unbeeindruckt drehten alle ihre Runden, freundeten sich auch schnell mit der neuen Bahn an und gegen Abend war auch fast jeder schnell im Bereich von 6.0 bis 6.1 Sekunden unterwegs. Einige waren natürlich mit 5,9 sehr flott, aber das waren die Topfavoriten.

Gegen Mitternacht zog man sich zurück in die umliegenden Gasthöfe und Pensionen, um nochmals Schlaf zu tanken für das große Ereignis am nächsten Tag. Und das sollte dann wirklich ein Knaller werden. Mehr dazu folgt vermutlich noch im Laufe des Tages.



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Nachsatz zum Freitagabend: gegen 21:30 Uhr wurde für eine halbe Stunde der Strom von der Bahn genommen, um die beiden schönsten Autos der Klasse 1 und Klasse 2 zu wählen. In bewährter Manier legten die Teilnehmer die offiziellen „Ralf Braun Concours d’Elegance Zahnstocher“ vor das von ihnen präferierte Fahrzeug. And the winner is: in der Klasse 1 siegte Heinz Meissner mit seinem Mercedes 300 SL, in der Klasse 2 wurde der McLaren M6A von Ralf Braun gewählt. Dazu gab es noch den eidgenössischen Sonderpreis für das schönste Kl.2 Auto, einen Werkzeugschlüssel aus edelster Alpenschoki! Vielen Dank dafür!



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D I E   B E I D E N   G E W I N N E R   C O N C O U R S   D ' E L E G A N C E 



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Samstagmorgen, 8:00 Uhr, die erste Trainingsgruppe Region Nord/Euregio steht an der Bahn. Man nutzte die 30 Minuten Fahrzeit, um die die Einsatzautos für das Finale noch einmal zu testen. Danach hatte der Osten, die Mitte und der Süden das letzte Mal die Chance, die Fahrzeuge dem letzten Test zu unterziehen, bevor es dann zur technischen Abnahme ging.

Ohne viel Aufhebens brachten die Teilnehmer ihre Klasse 1 Renner bei Patrick und Dieter vorbei, präsentierten die Wagenpässe und schraubten ihre Autos nach bestandener Abnahme wieder zusammen. Es war diesmal so ungewöhnlich: keiner bummelte oder wartete bis fünf Minuten vor Torschluss, sondern zügig war die Kontrolle erledigt und wir lagen jetzt schon eine Dreiviertelstunde vor dem Zeitplan. Und nachdem wir leider ein paar Absagen ( Matthias Parke, Uwe Günther, Thomas Schuwardt, Reiner Reif)hatten, bei denen berufliche und private Gründe verantwortlich waren, war eine weitere Zeiteinsparung vorprogrammiert. Schöne Geste am Rande: jeder Starter erhielt das offizielle DM 2015 Plakat in A4 als Erinnerung.



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D I E   P R O T A G O N I S T E N 



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Jetzt aber: ich hatte das Gefühl, jeder wollte nun unbedingt starten. Das Qualifying begann, die Reihenfolge wurde per Zufallsgenerator bestimmt und die Spur 2 war die auserwählte. Alles unter 6,0 Sekunden sollte schon top sein – dachte man. Als Kay R. seine beste Zeit bis dato von 5,992 fuhr, war er sichtlich zufrieden – war ja auch eine sehr gute Zeit. Aber was dann abging, ist schon beeindruckend. Etliche Fahrer verbesserten diese Zeit, darunter Altmeister Peter Berg, der eine richtig gute 5,912 ins Holz brannte. Und schließlich die Schulzens: Junior Robert Schnellster, dann kam Patrick, einen Hauch schneller. Das war‘s dann. Weit gefehlt: Tristan fuhr seine beste Qualy aller Zeiten und schnappte sich die Pole mit 4/1000 vor Patrick. Dachte jeder im Raum. Und dann kam Papa Schulz, lässig, Top 10 wird’s wohl werden, Hauptsache die Buben vorne. Er legte nochmal einen drauf in der ersten Runde und konnte es nicht fassen: Riesenbeifall im Saal und es stand die 5,849! So schnell war noch niemals in einem offiziellen Rennen auf der Spur 2 gefahren worden. Ach ja, Kay wurde mit seiner Zeit Elfter, und mit einer hohen 6,0 wurde man ZWEIUNDZWANZIGSTER!



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D I E   B E I D E N   T O P - Q U A L I F I E R 



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Wie zu erwarten versprachen diese Zeiten ein hochinteressantes Rennen mit engen Abständen, tollen Zweikämpfen und hochkonzentrierten Fahrern. Die Bahnbedingungen waren sehr gut, nein, spitzenmäßig. Keine Veränderungen zum Freitag, gleiche Bedingungen für alle garantierten schwankungsfreie Rennen. Für alle Startgruppen darf festgehalten werden, dass die Positionskämpfe durchweg fair von statten gingen. Besonderheit: es gab kaum Abflüge, eigentlich „gefühlt“ gar keine. Die erste Startgruppe, eine Sechsergruppe, war bereits nach 38 Minuten fertig, incl. Spurwechseln, und das bei einer Fahrtzeit von 6x5 Minuten! Und in diesem Stil ging es weiter, bis hinauf zu den beiden Topgruppen, in denen, wie immer, die Entscheidung fallen sollte. Der Reihe nach.





Startgruppe G: Michael Zytur, Jens Meenen und Concourssieger Heinz trieben den Rest des Feldes vor sich her. H.C.Strauch belegte Platz 3 in dieser Gruppe. Sieger wurde Ralf Braun vor Jens Wagner, dem Vorjahres DM-Gastgeber.

Startgruppe F: Michael Knippschild wurde Fünfter, Jörg Gleitsmann Vierter. Das Wolfsburger Urgestein Wolfgang Kottsieper balgte sich mit Markus Wurzer und besiegte diesen knapp. Eindeutiger Laufsieger wurde Hanko Völkel, der neue Euregio Chef.

Startgruppe E: In diesem Rennen wurde erstmals die 240 Rundenmarke geknackt. Damit wäre man beim Mittlauf vor 6 Wochen in die Top Ten gekommen. Thomas Umbach hatte Probleme und konnte so nicht mitmischen.Und Ries und Richard Hahmeyer lagen klar vorne. Und die beiden Erstplatzierten, Holger Burth und Martin Habermann, seines Zeichens Südsieger, hatten üner 240 Runden, mit dem besseren Ende für Holger,

Startgruppe D: um die Plätze drei bis fünf lieferten sich Top-Nord-Junior Merten Brand, Nord-Sieger Torsten Meyer und Patric Hermann aus der Schweiz einen beinharten Kampf. Am Ende trennten diese drei Piloten jeweils drei Meter!!! Sieger wurde Fabian Luther vor Heimascari Achim Hellbach.

Startgruppe C: um es vorweg zu nehmen: keiner schaffte Fabian’s Rundenzeit und keiner erreichte damit eine Top Ten Platzierung aus dieser Gruppe. Trotzdem wurde Rad an Rad gefahren, alle Fünf trennten am Ende knapp drei Runden: Alex Fuchs vor Sebastian Höbelt (1,2 Meter), Chris Urban, Kay Reinhardt und dem noch amtierenden Deutschen Meister Michi Wilke.

Wie man sieht, die Trauben hängen hoch und die Dichte der Fahrer und Fahrzeuge nimmt weiter zu. Das ist sehr schön anzusehen, dass viele Teilnehmer in engen Fights um die Positionen ringen und man sich bei jedem Renne auf’s Neue beweisen muss.

Startgruppe B: die Entscheidung naht. Dieter Jens und Falk Reichbott waren nie mehr als eine Runde auseinander, Basti Jens, Kurt Rölli und Frank Schüler in Schlagdistanz dahinter. Falk überholte Dieter 40 Sekunden vor Schluss und siegte mit zwei Metern Vorsprung. Dahinter landeten Basti, Frank und Kurt.

Startgruppe A: dreimal Schulz, Patrick Brau und Peter Berg. Alle Fahrer, Zuschauer, Gäste waren im Rennraum. Das wollte man sich nicht entgehen lassen. Robert und Patrick, beinhart, nebeneinander, nie weit auseinander. Der 14-jährige Tristan bestätigte seinen außergewöhnlichen Aufstieg in diesem Jahr und setzte die beiden Führenden unter Druck, besonders in der zweiten Hälfte des Rennens. Jürgen Schulz und Peter Berg (2 Abflüge zuviel) hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Rad an Rad kämpften die drei Führenden um den Sieg, aber schafften sie es auch, Falk einzuholen? Letzter Heat: Robert rettete sich mit knapp 10 Metern Vorsprung ins Ziel vor Patrick. Tristan knapp eine Runde hinter seinem Bruder. Und so lautete schließlich das Ergebnis der Klasse 1:Robert Schulz (246,90)

Patrick Brau (246,56)

Falk Reichbott (245,88)

Dieter Jens (245,80)

Tristan Schulz (245,66)Man gratulierte sich, erntete den verdienten Beifall der Kollegen und war sichtlich geschafft. Das war außergewöhnlicher Sport, mit hoher Konzentration, klasse Duellen und herrlichen Zweikämpfen.



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I M P R E S S I O N E N 



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Man durfte auf die Rennen der Klasse 2 gespannt sein.

Die technische Abnahme wurde während der Klasse 1 Rennen vorgenommen, auch hier klappte alles reibungslos. Nachdem die Autos im Parc Ferme waren, gönnte man sich eine kleine Pause, schließlich war man immer noch weit vor dem Zeitplan. Schätzungsweise sechs verschieden Kuchen sorgten für den nötigen Kalorienausgleich bei fast allen Teilnehmern, schließlich wurden ja im Laufe der vorangegangenen Rennen reichlich Kalorien verbraucht!

Qualifying Klasse 2:

Auch hier wurde wieder der Zufallsgenerator benutzt, um die Reihenfolge zu bestimmen. Diesmal wurde die schnellste Spur 3 gewählt, jeder hoffte, dass die 5,80 unterboten würde und es einen neuen Rundenrekord geben würde. Man war auch gespannt auf die Bahnbedingungen, bis jetzt lief alle bestens. Und ich darf es vorweg nehmen: bis zum Ende war alles perfekt, das auch ein Großteil der Starter sehr lobend hervorhob.

Da fährst Du eine 5,995, gar nicht so schlecht und landest auf Platz 18. Der Reihe nach. Ziemlich zu Beginn knallte Frank Schüler mit seinem sehr schönen Melkus ein 5,896 hin. Super, schließlich wurde er damit, nein, nicht wirklich, Zehnter. Es gab noch nie so viele 5.8er Zeiten. Dieter fuhr mit seiner Porsche Flunder eine glatte 5,82 und konnte es nach dem Blick zum Monitor kaum glauben. Achim fuhr kurz darauf auf seiner Heimbahn auch eine 5,823, schließlich Platz 3 im Qualifying. Damit fehlt noch einer, der, der Topqualifier wurde und damit unterstrich, dass der DM Titel nur über ihn führt. Patrick zeigte mit seinem 917er, wo heute die Topmarke der Klasse 2 Autos liegt: bei 5,764 Sekunden pro Runde! Glückwunsch zu dieser Fabelzeit.



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Nach der Gruppeneinteilung ging es gleich zur Sache, Abflüge waren die Seltenheit und in der letzten Startgruppe, als es um die DM ging, gab es keinen einzigen Ausrutscher!

Startgruppe G: Hanko bewegte seinen kleinen Lotus 19 auf Platz 1, gefolgt von Markus Wurzer und H.C.Strauch, der auf die Hundertstel die gleiche Rundenanzahl wie Michael Knippschild fuhr. Michael Z. vervollständigte das Ergebnis.

Startgruppe F: Kein Respekt mehr vor großen Namen: der Nordmeister und der Deutsche Meister finden sich nach der Qualy ziemlich weit hinten wieder. Dazu gesellen sich in dieser Gruppe die Herren Umbach, Ries und Hahmeyer. Alle regionen sind damit vertreten. Michi siegt vor Robert, Thomas, Richard und Torsten.

Startgruppe E: Noch gelingt es auch in diesem Starterfeld niemandem, die 240er Rundengrenze zu knacken. Es siegt Jens vor Jens, der Wagner vor dem Meenen. Dann folgen Patric Hermann, Wolfgang Kottsieper und Nord-Rookie oft he Year Merten Brand.

Startgruppe D: Falk Reichbott siegt mit 242,08 Runden knapp vor Jörg Gleitsmann, der wiederum 30cm vor Jürgen Schulz. Vierter wird Ralf Braun, ebenfalls knapp vier Meter vor Basti Höbelt.

Startgruppe C: Robert Schulz‘ ungewöhnlicher Startplatz in der dritten Gruppe zwingt ihn, wie das heiße Messer durch die Butter zu fahren – aggressiv, fehlerfrei und schnell. Er will schließlich ganz nach vorne. Das will auch Kurt Rölli. Beide schenken sich nichts und landen knapp eine Runde getrennt am Ende ziemlich weit vorne. Dahinter platzieren sich Chris, Martin und Kay.

Startgruppe B: so langsam wird es ruhiger in den Martinsthaler Räumlichkeiten, viele sind im Rennraum, um das Finale hautnah zu erleben. Holger Burth, Tristan Schulz, Alex Fuchs, Frank Schüler und Peter Berg lassen es so richtig fliegen. Alle werden am Ende nur durch eine Runde und sieben Meter getrennt sein! Jeder kleine Flüchtigkeitsfehler kostet Plätze, Du kannst heute in so einem engen Rennen nichts mehr aufholen. Die Jungs drücken alle so gut und sicher, es gibt (fast) keine Abflüge mehr. Und die Autos sind so ebenbürtig, das es eine Freude macht nicht nur zu fahren, sondern auch zu zusehen. Peter schafft es, seinen leider im Training schon unschuldig „verbeulten“ weißen McLaren als Erster ins Ziel zu bringen. Vor seinem Clubkollegen Holger. Kompliment an beide, die erstmals in Martinsthal und sehr schnell unterwegs waren. Dritter wurde Frank vor Alex, der wiederum Tristan um 20 cm „distanzierte“.

Startgruppe A: Showdown, aufstehende Nackenhaare, Gänsehaut, Mucksmäuschenstille. Das ist DSC pur. Finale. Adrenalin. Puls 170. Startampel gilt. Warten, bloß keinen Frühstart riskieren. Los geht’s. Endlich. Eins sein mit seinem Auto. Den Gegner beobachten. Ranfahren. Nebeneinander fahren. Bloß nicht berühren. Vorbeifahren. Oder: der kommt immer näher, schei…noch mehr riskieren? Rausfliegen? Dagegenhalten? Vorbeilassen? Tausend Dinge gehen einem durch den Kopf. Wenn Du jetzt vorne bleibst, wirst Du Deutsche Meister. Oder Zweiter. Oder doch bloß Fünfter? Was machen die anderen? Drücken, bis der Regler bricht. Ruhig bleiben. So oder so ähnlich könnten sich die Jungs gefühlt haben.

Erstmals fallen die 50 Runden pro Turn. Patrick, Dieter, Achim fahren sie, eine Runde dahinter Basti und Fabian, der mit kaltem Motor auf der mörderischen Spur 5 mit langer Bergaufpassage beginnen kann. Zweiter Heat: Patrick wieder 50 Runden, Fabian auch, die anderen 49 Runden. Ist das eng. Dritter Stint: Dieter 149, Patrick, Fabian und Achim 148, Basti 147. Vierter und vorletzter Run: Patrick und Dieter 198, Fabian 197, Achim und Basti 196. Die Entscheidung naht. Wenn Dieter vor Patrick bleibt, wird Robert Schulz Deutscher Meister. Wenn Dieter vorne bleibt, Patrick und Robert hinter Fabian sind, ist Dieter Deutscher Meister. Alles offen, alles drin! Alle geben alles, sicher eines der besten und spannendsten Rennen in der DSC Geschichte überhaupt (Zitat Falk). Fabian ist von allen guten Geistern verlassen, der fährt auf und davon. Nach zwei Minuten hat er Patrick geschnappt. Nach drei Minuten ist er an Dieter vorbei, da nutzen auch die Anfeuerungsrufe der Schulz-Family nix mehr. Auch Patrick kommt immer näher. 40 Sekunden vor Schluss schnappt er Dieter. Achim und Basti liegen zurück. Noch 20 Sekunden, Dieter wieder an Patrick dran. Schluss. Aus. Vorbei. Tosender Applaus. Jubel, Enttäuschung. Jeder kehrt in sich, aber nur für Sekunden. Gegenseitige Gratulation, Umarmen, Schulterklopfen, Beglückwünschen, Trösten. Das liegt alles dicht beisammen. Doch eines ist klar: solche Events bleiben in Erinnerung. Der Sieger des Rennens heißt Fabian, der mit einem unglaublichen Schlussspurt Patrick und Dieter noch abgefangen hat. Alle drei natürlich in der gleichen Runde.

1.Fabian Luther (247,92)

2.Patrick Brau (247,36)

3.Dieter Jens (247,32)

4. Robert Schulz (246,38)

5.Kurt Rölli (245,40)



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Ein großartiges Rennen und Wochenende geht zu Ende, wir stürmen die Theke und verlangen nach den verdienten Getränken. Ich glaube, eine Gerstenkaltschale war neben dem Hirschgetränk das beliebteste nach dieser Show.

Ach ja, ich hätte es bald vergessen: eine neuen Deutschen Meister gibt es auch. Herzlichen Glückwunsch an Patrick Brau, dem Zweiten Robert Schulz und dem Dritten Fabian Luther. Und dem besten Junior, Robert. Der will den großen Pokal haben. Vielleicht im kommenden Jahr.

Deutscher Meister: Patrick Brau

Deutscher Vizemeister: Robert Schulz

Dritter Platz: Fabian Luther

Vielen Dank der IGSR Wiesbaden, die mit dem gesamten Team einen super Job gemacht haben, der Catering Chefin Sigrid natürlich, allen Teilnehmern für ihr vorbildliches Verhalten und Sportsgeist und dem Veranstalterteam mit techn. Kommissaren, Juroren und Rennleitern Wilfried Wiebe und Alex Jens.

Wir sagen „tschüs“ Martinsthal und „Hallo“ Neumünster, bis zum 29.Oktober 2016 – man sieht sich!



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